Geschichte

1954


Um dem neuen Motto gerecht zu werden, das im Rosenmontagszug der Bevölkerung vorgestellt werden sollte, fehlte eine entsprechende Uniform. Aber hierzu fehlte das nötige Kleingeld. Mit einem Monatsbeitrag von 0,50 DM waren keine großen Sprünge zu machen. Es kam der Gedanke, eine Sammlung zu starten, die vom derzeitigen Bürgermeister genehmigt wurde.
Berechtigungsschein:
Ich erteile hiermit, als Bürgermeister der Gemeinde Lommersum, den Personen, die in dem diesjährigen Karnevalszug erstmalig mitwirkenden Funken-Artillerle-Einheit, die Erlaubnis, im Bereich der Gemeinde Lommersum, die Bürger um eine finanzielle Unterstützung zu bitten.
Mein Einverständnis zu dieser Aktion gebe ich im Interesse der Verschönerung des Volksfestes Karneval und zwar deshalb, weil die Anschaffungskosten für die Entstehung der neuen Uniformen für jeden einzelnen Mitwirkenden ohne freiwillige Spende der Bürger finanziell untragbar Ist.
Lommersum, den 31. Januar 1954 Diefenthal ( Der Bürgermeister)
Durch diese Sammlung, den Mitgliederbeitrag und andere Spenden konnten Stoff und Zubehör für die Uniformen, die aus blauem Mantel mit rotem Halskranz und schwarzen Gamaschen bestehen sollten, erworben werden.
Nach einem Entwurf von Johann Bensberg und dem Schnittmuster vom Schneidermeister Josef Schorn, nähten die Frauen der Mitglieder, in einer sogenannten Nähstütze, die Uniformen.
Diese waren:
Frau Maria Müller
Frau Anna Prinz
Frau Else Jurende
Frau Adele Hackfort
Ein Geschütz mit Protze wird in Gemeinschaftsarbeit erstellt und ein Marketendewagen von Heinrich Kannen zur Verfügung gestellt. Die Standarte wurde vom Malermeister Philipp Jung gemalt.
Mittlerweile hatte sich die Zahl der Mitglieder weiter erhöht, so daß die Funken-Artillerie für den Rosenmontagszug gerüstet war. Die nötigen Pferde für den Marketenderwagen wurden ausgesucht und vorbereitet, damit nichts Unvorhergesehenes passieren konnte.


1955


Kleine Aktivitäten beleben das Vereinsleben. Neue Mitglieder stoßen zu den Blauen Funken. Das Üben der Musiker nimmt Formen an und der erste Auftritt des Fanfaren-Corps am 16. Januar und 17. Februar ist perfekt. Der Rosenmontagszug verläuft in der üblichen Weise. Mit Ross und Reiter und erstmals mit Musik zogen die Blauen Funken durch die Straßen von Lommersum. Die Gruppe gewinnt mehr und mehr an Bestätigung. Neue Verbindungen mit Nachbarvereinen entstehen. Neue Uniformen können beschafft werden und die Einrüstung mit Gewehren der Kanonieren und edle Drei-Spitz-Hüte für alle Aktiven ist gewährleistet. Aber es gab auch Schwierigkeiten. Die Karnevalsgesellschaft verlange die Eingliederung der Blauen Funken und die Übernahme der Uniformen und Instrumente. Lange Verhandlungen brachten kein Ergebnis. Im Gegenteil. Die Blauen Funken gründeten aus der losen Vereinigung einen festen Verein mit folgendem Vorstand:
1. Vorsitzender: Peter Hecker
2. Vorsitzender: Johann Müller
Geschäftsführer: Johann Bensberg
Kassierer Josef Filz
Dem erweiternden Vorstand gehörten an:
Zeugwart: Anton Hackfort
Organisator: Fritz Windmüller
Reitlehrer: Walter Rossig
Als Mitgliedsbeitrag wurde festgelegt:
Für aktive Mitglieder: 0,50 DM monatlich
Für inaktive Mitglieder: 1,00 DM monatlich
Für Ehrenmitglieder: Beitragsfreiheit
Ein Gründungsfest, mit folgendem Programm, wurde auf dem 31. Oktober festgelegt:
10.00 Uhr: Biwak Auf dem Driesch
11.00 Uhr. Umzug in der Aufstellung
Kessel - Pauke Josef Filz
Fanfaren: Gabriel Loosen
Peter Stubenvoll
Dieter Stubenvoll
Peter Prinz
Major: Peter Hecker beritten
Standarte: Hans Bensberg beritten
Geschütz: Peter Heinsberg 2 Pferde
Josef Diefenthal 2 Pferde
Kanoniere: Anton Hackfort
Jakob Vitt
Wilhelm Bramer
Heinz van Bahlen
Marketendemagen: Walter Rossig 2 Pferde
Marktetenderinnen: Maria Bensberg
Gertrud Empt
Nach dem Umzug erfolgte die Fütterung der Pferde Auf dem Driesch.
17.30 Uhr: Manöverball im Saale Kleff
An den Festlichkeiten nahmen auch auswärtige Vereine teil. Das Fest war ein voller Erfolg und der Verein wurde von der Bevölkerung voll anerkannt.


1956


Das Jahr verlief in der üblichen Weise. Neue Mitglieder traten bei. Neue Musikinstrumente wurden gekauft. Neue Verbindungen mit Nachbarvereinen blieben nicht aus.



Funkenbiwak und Rosenmontagszug 1956



1957


Die Blauen Funken veranstalteten eine Sitzung. Die Rivalitäten mit der KG flammten wieder auf. Ein neuer Vorstand wurde gewählt.
1. Vorsitzender Fritz Windmüller
2. Vorsitzender Josef Palm
Geschäftsführer Heinrich Esser
Kassierer Wilhelm Bramer
Kommandant Johann Bensberg
Adjutant: Johann Müller
Zugführer: Anton Hackfort
Der Verein beantragte die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht der Stadt Euskirchen.




1958


Die Auftritte wurden zahlreicher. Die Uniformen wurden erneuert und verbessert. Die Mitgliederzahl wuchs.




1959



Weil die Beschaffung von Pferden Schwierigkeiten bereitete, verzichteten die Blauen Funken auf die Auftritte mit Geschütz und Marketendefflagen. Stattdessen gewann das Fanfaren-Corps an Beteiligung. Die Zahl der Auftritte bei den Vereinen, wie auch privater Natur, nahmen zu.


1960



Der Rosenmontagszug in Lommersum wurde auf den Sonntag verlegt. Dies gab uns die Möglichkeit, in Euskirchen mit Ross und Reiter aufzureiten, zumal die benötigten Pferde von Winfried Lagier zur Verfügung gestellt wurden. Die Neuwahl des Vorstandes stand an. Es wurde gewählt:

1. Vorsitzender: Rainer Hennes
2. Vorsitzender: Josef Palm
Geschäftsführer: Heinrich Esser
Kassierer Wilhelm Bramer


1961-62



Wegen Schneefall werden die Pferde durch Traktors ersetzt. Der Rosenmontagszug in Lommersum fand wieder montags statt. Daher war eine Teilnahme in Euskirchen nicht möglich.


1963



Erstmalig ging der Rosenmontagszug auch durch die Ortschaften Derkum, Hausweiler, Ottenheim und Bodenheim. Ein neuer Vorstand wird gewählt
1. Vorsitzender: Rainer Hennes
2. Vorsitzender: Peter Stubenvoll
Geschäftsführer: Heinrich Esser
Kassierer: Wilfried Vey


1964-65



Es traten keine besonderen Vorkommnisse auf. Lediglich das zehnjährige Bestehen des Vereins wurde intern gefeiert.




1966-67



Bedingt durch Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins fand die Session ohne die Blauen Funken statt. Das Vereinsleben eskaliert. Nur der Initiative von Peter Stubenvoll und Johann Bensberg ist es zu verdanken, dass der Geist der Blauen Funken nicht ganz einschlief.


1968-69



Durch den Neuzugang jüngerer Aktiven schienen sich die Blauen Funken neu zu beleben. Die Sitzungen wurden wieder besucht. An den Umzügen wurde wieder teilgenommen.


1970-71



Der Rosenmontagszug in Lommersum wurde wieder mit Geschütz, Ross und Reiter mitgestaltet. Als Belohnung gab es ein Fischessen zum Ausklang der Session.


1972-73



Ein neuer Vorstand stand zur Wahl an:
1. Vorsitzender: Peter Stubenvoll
Geschäftsführer: Johann Herzel
Kassierer: Anton Hackfort


1974-77



Der Verein blühte wieder auf. Leider muss Johann Bensberg ausgesundheitlichen Gründen kürzer treten. Die Session lief wie gewohnt. Die Geselligkeit trat mehr in den Vordergrund. Ein Zeltlager in Wollmerschied im Taunus wurde veranstaltet. Eine Verbindung mit Zeerberned und Haarten in Holland wurde aufgenommen und gegenseitige Besuche vereinbart. Auch ein Besuch an der Mosel nach Lehnen fand statt.




1978



25 Jahre Blaue Funken Artillerie in Lommersum! Die Aktivitäten des Fanfaren-Corps wuchsen.
Aus Anlass des 25jährigen Bestehen Wurde für den Rosenmontagszug in Lommersum ein Festwagen gebaut. Ein Funkenfest mit folgendem Ablauf fand statt.
14. April: Biwak Auf dem Driesch
Festkommers im Saale Pott
15. April: Funken-Ball im Saale Pott
16. April: Festumzug durch die Ortschaft Lommersum




Rainer Hennes stiftete den Blauen Funken eine neue Standarte. Das Stammlokal musste wegen Aufgabe des Lokales Bensberg gewechselt werden. Der neue Vorstand wurde wie folgt gewählt,
1. Vorsitzender: Peter Stubenvoll
2. Vorsitzender: Josef Hecker
Geschäftsführer: Rainer Hennes
Kassierer: Anton Hackfort
Kommandant: Günter Hecker
Das Fischessen fand im neuen Stammlokal Hocker statt.




1979-80



Eine Umstellung von Posaunen und Trompeten erfolgte problemlos. Die üblichen Aktivitäten konnten voll erfüllt worden. Durch den Zuwachs von aktiven Mitgliedern wurde die Neuanschaffung von Instrumenten und Uniformen erforderlich.




1981



Der Schriftführer der Blauen Funken, Rainer Hennes, wurde Prinz Karneval in Lommersum. Dies ergab für den Fanfaren-Corps die Einprobung neuer Lieder, die mit Bravur zum Besten gegeben wurden.




1982



Die Zahl der aktiven Mitglieder wurde durch den Eintritt von Jugendlichen erheblich erhöht. Dann musste Rechnung getragen worden durch die Wahl eines Jugendvertreters im Vorstand. Der neue Vorstand setzte sich danach wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Peter Stubenvoll
2. Vorsitzender: Joachim Klöcker
Geschäftsführer: Rainer Hennes
2. Geschaftsfrührerin: Margit Knipp
Kassierer: Anton Hackfort
2. Kassierer: Jörg van Bahien
Jugendbetreuerin: Rita van Bahlen
Kommandant: Herbert van Bahlen
Am Karnevalssonntag ereilte die Blauen Funken ein böses Geschehen. Der Kommandant erlitt einen Unfall, so dass alle übrigen Veranstaltungen gestrichen wurden. Für die aktiven Mitglieder wurde eine Sommeruniform angefertigt.


1983



Zum Anlaß des 30jährigen Bestehen der Blauen Funken wurde am 25. und 26. Juni ein Funken-Fest veranstaltet. Am 25. Juni fand der Funken-Ball im Zelt auf dem Sportplatz statt. Am 26. Juni fand ein musikalischer Frühschoppen auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz sowie ein Festzug durch Lommersum statt. Die Zahl der Auftritte stieg auf fünf Sitzungen und sechs Umzüge in der Session. In den Sommermonaten präsentierten sich die aktiven Mitglieder in den neuen Sommeruniformen.


1984



Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Horst Willi Balter
2. Vorsitzender: Heinz Müller
Geschäftsführer: Rainer Hennes
Kassierer: Jörg van Bahlen
Kommandant: Herbert van Bahlen
Jugendbetreuerin: Rita van Bahlen
Zeugwart: Peter Stubenvoll


1985-86



Das gesellschaftliche Leben im Verein und damit die Geschlossenheit wird gestärkt. Das alljährliche Sommerfest im Oktober wird zur Attraktion und das Fischessen am Veilchendienstag wird zur Tradition.


1987



Neuwahl des Vorstandes:
1. Vorsitzender: Philipp Kannen
2. Vorsitzender: Joachim Klöcker
Geschäftsführerin: Kathi Latz
Kassierer:Jörg van Bahlen
Jugendbetreuerin: Rita van Bahlen
Kommandant: Herbert van Bahlen
Neben den üblichen Auftritten des Fanfaren-Corps bei heimischen und auswärtigen Veranstaltungen trat die Jugendbetreuung mehr und mehr in den Vordergrund. Eine Weihnachtsfeier für die aktiven Kinder und Jugendlichen stand auf dem Programm. Auch für die übrigen aktiven Mitglieder wurden neue Anreize geschaffen. In den Herbstferien stand eine größere Reise bevor, die nun alle zwei Jahre erfolgen sollte. Der Aufenthalt im Zeltlager in Wollmerschied, im Taunus, wurde wiederholt.


1988-89



Neben den Auftritten wird das Bestreben auf gute Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen der Gemeinde Weilerswist zu einer neuen Herausforderung. Das Unterfangen fällt auf fruchtbaren Boden. Der Auftritt des Fanfaren-Corps bei jeglichen Festlichkeiten der Vereine galt als selbstverständlich.


1990-92



Die Eröffnung des Standquartiers am Anfang der Session wird zur Tradition. Die erste größere Fahrt auf die Insel Texel in Holland wurde unternommen. Aufgrund des bevorstehenden 40jährigen Bestehen des Vereins wurde die Vorstandswahl um ein Jahr vorgezogen und brachte folgendes Ergebnis*

1. Vorsitzender: Philipp Kannen
2. Vorsitzender: Ton! Balter
Geschäftsführer: Joachim Klöcker
Kassiererin: Sabine Schriewer
Jugendbetreuerin: Rita van Bahlen
Kommandant: Herbert van Bahlen
Zeugwart: Peter Stubenvoll




1991



Erste Busreise nach Spanien, im Herbst.



1993



40jähriges Jubiläum: Die Festlichkeiten anläßlich des 40jährigen Jubelfestes halten sich in bescheidenem Rahmen. Lediglich gedenket der Verein der Toten durch eine Kranzniederlegung auf dem Friedhof. Die Gründer des Vereins werden durch eine Urkunde geehrt, An einem Umzug durch den Ort nahmen alle Vereine der Gemeinde und zahlreiche auswärtigen Vereine teil. Ein Ball in der Turnhalle in der Grundschule zu Lommersum schloss die Festlichkeiten ab. Die zweite Busreise nach Spanien wurde unternommen.



1994-95



Die Anzahl der aktiven Mitglieder überstieg die Zahl 50. Als Dank für die Strapazen und Mühen ging es im Herbst ein weiteres mal nach Spanien. Für die aktiven Mitglieder als Lohn für die Auftritte kostenlos.


1996



Neuwahl des Vorstandes:

1. Vorsitzender: Philipp Kannen
2. Vorsitzender: Peter Pott
Geschäftsführer: Joachim Klöcker
Kassiererin: Marlie Brock
1. Jugendbetreuerin: Monika Müller
2. Jugendbetreuerin: Margit Knipp
Kommandant: Quirin Hensberg
Zeugwart: Peter Stubenvoll
Die Zahl der Jugendlichen aktiven Mitglieder stieg enorm. Folglich oblag die Betreuung erster Priorität, die von der Jugendbetreuung tatkräftig wahrgenommen wurde. Mehrere Aktivitäten, unter anderem eine Fahrt ins Phantasia-Land ins nahegelegene Brühl, stand an.


1997-98



In dieser Zeit gab es keine besonderen Vorkommnisse. Nur im Herbst 1998 wurde die erste Flugreise unternommen und zwar nach Tunesien.


Für unsere Jugend wird jedes Jahr eine Nikolausfeier veranstaltet...




1999



Neuwahl des Vorstandes:

1. Vorsitzender: Gabi Schorn
2. Vorsitzender: Peter Pott
Geschäftsführer: Joachim Klöcker
Kassiererin: Margit Knipp
Jugendbetreuerin: Elke Behr
Kommandant: Herbert van Bahlen
Zeugwart: Peter Stubenvoll
Aus gesundheitlichen Gründen gab Philipp Kannen das Amt des ersten Vorsitzenden auf. An dieser Stelle darf nochmals auf den Aufschwung des Vereins aufmerksam gemacht werden.
Wie jedes Jahr auch in diesem unsere Standquartiereröffnung.




2000



Keine besonderen Vorkommnisse bis auf die Flugreise nach Ibiza im Herbst.





2001-02



Durch Unstimmigkeiten traten gravierende Änderungen im Verein auf. Sowohl der erste bzw. die erste Vorsitzende als auch der Geschäftsführer sowie die Kassiererin legten ihre Ämter nieder und verließen den Verein. Durch diesen Umstand bedingt mußte ein neuer Vorstand gewählt werden. Dieser war wie folgt:
1. Vorsitzenden Jörg Stubenvoll
2. Vorsitzender Peter Pott
Geschaftsführerin Andrea Schriewer
Kasslerer Paul-Heinz Goertz
Jugendbetreuerin Michaela Körsgen
Kommandant Herbert van Bahlen
Zeugwart: Peter Stubenvoll
Trotz und alledem rauften sich die Funken zusammen und fuhren nach Wollmerschied in den Taunus. Mit dem Ort und seinen Einwohnern verband und verbindet die Funken seit Jahren eine tiefe Freundschaft.




2003



Die Turbolenzen und Streitigkeiten sind beseitigt und beigelegt, die Aufgaben laufen nun wieder in geordneten Bahnen und die Vorbereitungen für die Jubelfeier zum 50jährigen Bestehen sind in vollem Gange.




2004-2008

Weitere Infos folgen!



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